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gefürchteter Ausweichverkehr ist meist ein Mythos


Weniger Platz fürs Auto, mehr fürs Rad – wenn eine Autospur zugunsten des Fahrradverkehrs umgebaut wird, dann wird häufig mehr Schleichverkehr in den Quartieren befürchtet. Doch Studien zeigen: Der gefürchtete Ausweichverkehr ist meist ein Mythos: Verkehr verhält sich dynamisch und nimmt oft ab, wenn Raum neu verteilt wird.

Verkehr ist kein fixes Volumen: Wird Straßenraum reduziert, passt sich das Verhalten an. Fachleute sprechen bei diesem Phänomen von „Traffic Evaporation“: ein Teil des Verkehrs verschwindet. Menschen wählen andere Verkehrsmittel, legen Wege zusammen, fahren zu anderen Zeiten oder verzichten auf einzelne Fahrten.

Während der „Ausweichverkehr“ oft behauptet wird, ist das Gegenteil wissenschaftlich belegt: Mehr Straßen und Fahrspuren erzeugen mehr Verkehr. Dieses Prinzip der „induzierten Nachfrage“ bedeutet: Wird eine Straße verbreitert, nutzen mehr Menschen das Auto und der zusätzliche Platz füllt sich wieder, Kapazitätsausbau ist kein nachhaltiges Mittel gegen Stau.

Konkrete Beispiele aus einer Studie zur „Traffic Evaporation“ in Barcelona zeigen, wie sich der Verkehr verhält, wenn Fahrspuren fürs Auto zugunsten von Bus- und Radstreifen reduziert werden. Auf elf umgestalteten Straßen nahm der Verkehr im Schnitt um 14.8 Prozent ab. In angrenzenden Nebenstraßen stieg er nur minimal um 0.7 Prozent, auf weiteren blieb er unverändert. Gerade in Städten mit guten Alternativen wie ÖV, Fußwegen oder Radrouten reagieren Menschen flexibel.


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Dieses Projekt wird vom Klima- und Energiefonds im Rahmen des klima:aktiv mobil Förderprogramms als Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz im Verkehr gefördert.


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