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Fahrrad-Neuigkeiten

Was Radfahren im Gehirn bewirkt: Radfahren fördert die Produktion von Glückshormonen

18.1.2021

Das dänische Pendant zu «Bike to Work» (Vi cykler til arbejde) wollte herausfinden, warum Radfahren glücklich macht. Die Organisation hat deshalb die Professorin und Oberärztin des Reichshospital, Bente Klarlund Pedersen, interviewt.

 

Hormone sind natürliche Glückspillen: Wer regelmässig Fahrrad fährt, hat bessere Laune. Bei körperlicher Aktivität werden die Hormone Serotonin, Dopamin und Noradrenalin aktiviert, die grossen Einfluss auf unser Glücksgefühl haben. Genau diese Hormone wirken bei Depressionen. Mit Antidepressiva wird versucht, das Niveau dieser Hormone zu steuern, aber durch physische Betätigung kann die Ausschüttung dieser munter machenden Hormone selbst beeinflusst werden.

 

Radeln belohnt das Hirn: Radfahren sorgt nicht nur für gute Laune, sondern auch das Belohnungssystem im Hirn wird durch den Botenstoff Dopamin angeregt. Die Wisenschafterin Bente Klarlund Pedersen betont, dass jeder Mensch täglich eine Art Belohnung braucht. Das Belohnungsgefühl entsteht durch den Anstieg von Dopamin im Hirn und kann mit verschiedenen Mitteln ausgelöst werden. Zum Beispiel durch Bewegung und Sport, aber auch durch weniger gesunde Hilfsmittel wie Alkohol und Drogen, fettiges Essen oder Spiele. Radfahren wirkt sich deshalb insgesamt doppelt positiv auf die Gesundheit aus. Das menschliche Hirn unterscheidet nicht, woher der Dopamin-Boost kommt. Wer also häufig mit dem Rad fährt, braucht keine zusätzlichen weniger gesunden Belohnungen.

 

Bewegung stärkt das Gedächtnis: Beim Radfahren scheiden die Muskeln verschiedene Stoffe aus. Unteranderem die hormonähnlichen Botenstoffe Myokine, die ins Blut gehen und so das Herz, die Fettverbrennung, die Bauchspeicheldrüse und viele andere Organe anregen.

 

Muskelbetätigung beugt Depressionen vor: Bei Muskelbetätigung produzierten die Muskeln ein Enzym, dass Kynurenin in die schwerere Kynureninsäure verwandle, die nicht ins Hirn gelangen und dort Schaden anrichten könne. Bewegung ist also ein natürliches Antidepressiva.

 

Radfahren verbessert die allgemeine Leistung: Auf die Frage des Vereins «Vi cykler til arbejde», ob man ein besserer Mitarbeiter sei, wenn man mit dem Rad zur Arbeit fahre, antwortet Klarlund Pedersen mit einem klaren «Ja!». Sie ergänzt, dass viele Faktoren den Arbeitseinsatz beeinflussten, aber dass man insgesamt sagen könne, dass Radfahren viele Vorteile habe.

 

Verschiedensten Studien zeigen, dass Bewegung – nebst der bereits erwähnten Gedächtnisleistung – die Konzentration und die kognitiven Funktionen fördert. Darüber hinaus sinke das Risiko, unter Stress, Angst und oder Depressionen zu erkranken. Das Radfahren kann dazu beitragen, dass es gar nicht erst so weit kommt.

 

Quelle


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Dieses Projekt wird vom Klima- und Energiefonds im Rahmen des klima:aktiv mobil Förderprogramms als Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz im Verkehr gefördert.

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